Theaterstück – 12

Ich habe mich nun entschlossen, probeweise einmal ein paar Mini-Dramen zu „inszenieren“. Damit alles auch schön surreal bleibt, gehe ich so vor: Ich wähle einen interessanten Titel für jedes Stück und versuche dann, daraus eine kleine Geschichte zu machen. Diese Arbeitstitel sind bereits vorhanden:

Der Wunderwurz
Menschenkind
Labyrinth
Geiz
Der Tod und der Spiegel
Lügen
Der Greis
Zeitreise
Momentum
Die Verwirrung

Den Anfang bildet „Geiz“, bei dem ich mich an die klassische Rolle des Geizhalses anlehne, der so ähnlich aussieht (erst einmal) wie der von Ivan Rebroff oftmals dargestellte. Dazu die Musik „Wenn ich einmal reich wär“ in einer instrumentalen Klezmer-Fassung.

Trickideen: Münzenfang, Riesenmünzenmanipulationen, Geldscheinfang, Geldscheinmanipulationen (wie Kartenmanipulationen, Kaps). Salztrick mit Goldstaub (Kaps). Manipulationen mit Diamanten und Perlenketten (Brahma). Mit dem jiddisch angelegten Charakter sind viele lustige verbale Dinge möglich („Geld aus der Nase ziehen“). Jiddischer Dialekt.

Ich erinnere mich an ein längst vergessenes Skript von PUNX, in dem er die verschiedenen Kunstepochen anhand eines Verschwindens und Wiedererscheinens einer Münze demonstriert (verschiedene Münzengriffe). Sehr stark, könnte in ähnlicher Art einfliessen.

Kostüm ist angelegt wie aus den 30er Jahren Berlin, etwas ärmlich, abgeschnittete schwarze Handschuhe, Jiddischer schwarzer Hut (mit Zöpfen?). Die Szene sollte angelegt sein wie bei der Dreigroschenoper. Mackie Messer lässt grüßen! Eine andere Inspiration wäre Charles Dickens „Geizhals“:

Bühnenrequisit wird (wie bei Rebroff) ein kleiner Leiterwagen, mit einer kleinen Milchkanne aus Blech darauf, in die ich die Münzen hineinwerfe. Quasi der Sektkühler, der sonst immer verwendet wird. dadurch kann ich meine fortgeschrittenen Münzenfangtechniken gut einsetzen. Die Kanne hat einen Henkel, und damit kann ich die Technik von Patrick Page verwenden, die die Täuschung, dass die Münzen in die Kanne geworfen werden, noch perfekter macht.

Zum Schluß müsste mir von oben (als „Strafe Gottes“) vielleicht ein Topf mit Münzen, oder besser vielleicht ein Leinensack mit Geld,  auf den Kopf fallen, wodurch ich auf der Bühne umfalle (Slapstick) und dann klappt seitlich ein handgeschriebenes Plakat auf (Episches Theater), auf dem steht: „Geiz ist geil?“. Blackout.

Klingt ganz vielversprechend, ich mag vor allem die stimmige Musik und habe etliche Ideen für die Münzensequenzen. Aber zumindest habe ich mein erstes konkretes Dramolett und einen Start!

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